Segeln vor Sardinien: Törnplanung, Revierinfos und ein „Link an Land“

Segeln vor Sardinien ist grandios. Weil aber die Insel ziemlich groß ist (ca. 500 Seemeilen sind es einmal herum) und die einzelnen Reviere durchaus vielseitig sind, stellt die Törnplanung so manchen Skipper vor eine große Herausforderung. Manche verbringen angesichts der vielen Optionen so viel Zeit mit Recherche – und sind am Ende trotzdem nicht sicher, ob der Törn realistisch und gut vorbereitet ist.

Damit der Törn zu einem tollen Event wird, helfe ich bei der Planung, Vorbereitung und bin der „Link an Land“. Auch erfahrene Skipper und Profisegler schätzen das – speziell in der Nebensaison.

Segeln vor Sardinien: Törnplanung und der "Link an Land"
Segeln vor Sardinien: Törnplanung und der „Link an Land“

Ich segle selbst seit Jahren um und vor der Insel. Das heißt: Ich kenne die Häfen, Bojenfelder und viele Ankerbuchten, habe ein gutes Netzwerk im maritimen Umfeld.

Meine Leistungen im Rahmen der Törnplanung:

  • Abstimmung und Planung der Gesamtstrecke, im vorgegebenen, zeitlichen Rahmen
  • Planung der einzelnen Schläge in machbarer Streckenlänge (abhängig von Boot, Richtung, Erfahrung der Crew)
  • Berücksichtigung von zeitlichen Puffern (sportlich bis entspannt)
  • Berücksichtigung längerer notwendiger Schläge und Nachtfahrten (z. B. Rückkehr zum Charterer, Überwindung langer Strecken zu einem speziellen Ziel)
  • Hafenauswahl
  • Anfrage und Reservierung von Bojen und Liegeplätzen
  • Kommunikation mit Charterern, Häfen, Werften (in italienischer Sprache, vorab und vor Ort)
  • Kommunikation bei Übernahme / Übergabe des Bootes (in italienischer Sprache)
  • Tipps an Land / in Hafennähe (z. B. Restaurants, Ausflüge, Transportmöglichkeiten)
  • Gestaltung und Berücksichtigung der ggf. vorgegebenen Ziele (siehe unten, Segeln als Team)
  • Wetter-Infos aus lokalen Quellen
  • Notfall-Kommunikation, Unterstützung bei Kontakt mit Behörden oder medizinischen Einrichtungen

Sardinien, ein vielseitiges Segelrevier

Einen Eindruck von der Vielseitigkeit und eine erste Orientierung gibt diese Übersicht über Häfen und Buchten auf meinem Blog.

Für mich besser als Costa Smeralda: die atemberaubende Cala Mariolu
Für mich besser als Costa Smeralda: die atemberaubende Cala Mariolu im Golfo di Orosei

In Sachen Revier gebe ich gern „Entscheidungshilfe“ – denn der Skipper hat die Qual der Wahl, wo gesegelt wird:

  • die berühmte Costa Smeralda – im Sommer mit Megayachten und in der Nebensaison ganz privat
  • die traumhaften kleinen Buchten des Maddalena-Archipels
  • die sportlich zu segelnde Nordküste mit der Bocche di Bonifacio zwischen Asinara und Korsika
  • der weite Golfo di Orosei mit seinen spektakulären Felswänden und einigen der schönsten Buchten des Mittelmeers
  • viel Flair und Dolce Vita im Süden vor Cagliari und dem Sulcis-Archipel
  • zwischen Sardiniens Westküste und Mallorca mit Blauwasserfeeling

Segeln in der Nebensaison

Besonders die Nebensaison auf Sardinien ist wundervoll für Segeltörns. Nebensaison = alles außer Juli/August, für erfahrene Segler noch besser: außerhalb Juni bis September.

Nebel im Februar: gute Vorbereitung ist in der Nebensaison alles
Nebel im Februar: ein Meer nur für euch allein – aber gute Vorbereitung ist extrem wichtig

Die Temperaturen sind in der Regel deutlich angenehmer als im Norden Europas, was die Segelsaison fast auf das ganze Jahr ausdehnen könnte.

Gleichzeitig ist die Hauptsaison auf Sardinien vorbei – was für viel Platz auf dem Meer sorgt, sogar an den „Hotspots“ sorgt.

Während man im Sommer schonmal an der Hafeneinfahrt abgewiesen wird, Bojen ausreserviert sind und wenn nicht, man horrende Preise zahlt und sich in den traumhaften Buchten aus Platznot die Ankerketten verheddern und der Weg dahin einer Autobahn ähnelt.

Auch sind in der Nebensaison die Preise für Liegeplätze, Charteryachten oder Mitsegel-Tagestouren erfreulich niedrig, was die Bordkasse schont.

Die Reviere können von Herbst bis Frühling aber auch anspruchsvoll und zur Herausforderung mit Wind und Wetter werden. Dann ist gut, jemanden zu haben, der praktische Tipps in der jeweiligen Situation vor Ort parat hat.

Wertvoll und praktisch: der „Link an Land“

Viele Skipper schätzen einen „Link an Land“, vor allem wenn sie mit unerfahrenen Crews unterwegs sind und bereits alle Hände voll zu tun haben.

Die schönste Ankerbucht in 5 Seemeilen Umkreis? Sag ich euch gern :)
Die schönste Ankerbucht in 5 Seemeilen Umkreis? Sag ich euch gern 🙂

Ein kleines „Sardinien-Briefing“ vor dem Start ist als Ergänzung zu dem, was der erfahrene Skipper schon weiß, sinnvoll.

Das halte ich gern sehr kurzweilig und praktisch. Wir gehen die Törnplanung einmal gemeinsam durch. Ich teile meine eigenen Segelerfahrungen, gebe Tipps für die hübschesten Ankerbuchten, verrate euch wo ihr im nächsten Hafen gut essen könnt, und was ich von Einheimischen erfahren habe.

Auch schaue ich für euch in lokalen Wetterquellen (auch in italienischer Sprache) nach, wie sich die nächsten Tage entwickeln werden. Solche Informationen sind natürlich ohne Gewähr, aber hilfreich für den Skipper. Wissen über das, was sie erwartet oder gar gesteigerte Vorfreude trägt zur Sicherheit und Motivation der Crew bei.

Ist das Wetter unklar, kann psychologisch kann eine zweite, externe Meinung wertvoll sein – um die eigene Einschätzung zu bestätigen und um sich selbst zu entlasten und damit Ruhe in die Crew zu bringen.

Schöner Segeltag oder Ruhe vor dem Sturm? Eine zweite Meinung "an Land" ist oft hilfreich
Schöner Segeltag oder Ruhe vor dem Sturm? Eine zweite Meinung „an Land“ ist oft hilfreich

Seid ihr in Fahrt und das Wetter verschlechtert sich, ist gut, jemanden zu haben, der an Land ist und die Situation ohne Aufregung von außen beurteilt.

Wir beraten, welchen Hafen ihr anlaufen könnt (und welchen lieber nicht) oder ob sinnvoll ist, gleich Anker zu werfen. Natürlich gibt es nicht immer und überall Handy-Empfang, aber in Küstennähe konnte ich schon die ein oder andere Situation entspannen.

Ich sorge dafür, dass im nächsten Hafen jemand auf euch wartet und euch beim Anlegen etc. hilft. In der tiefen Nebensaison bin ich oft auch selbst da – denn die touristischen Häfen sind nur rudimentär besetzt, bzw. die Häfen, die einen 24/7-Service im ganzen Jahr haben, kann man leider an einer Hand abzählen.

Und sage Euch, wo ihr am besten hingeht, um mit einem guten sardischen Wein und einem guten Essen wieder zur Ruhe zu kommen.

Das alles natürlich auch bei schönem Wetter, das ihr dann hoffentlich habt.

Segeln vor Sardinien als Team

Für Profi-Segelteams bin ich während Regatten und sportlichen Events auf Sardinien die „Landratte“ (bzw. ja eher das „schwarze Schaf“): Schnell, unkompliziert und ortskundig helfe ich, wenn es etwas zu klären gibt und kümmere mich um alles, was zu tun sein könnte.

Ihr seid Profisegler und wollt eine unkomplizierte und ortskundige Betreuung an Land?

Ich kümmere mich um schnellen Ersatz für beschädigtes Material, passe auf Zeug auf, hole einen Nachzügler vom Flughafen, sorge für Ordnung an Land, hole vergessene Sachen aus dem Hotelzimmer – oder organisiere einen landestypischen Aperitivo mit sardischen Spezialitäten für die gesamte Crew.

Für semi-professionelle oder auch bunt zusammen gewürfelte Teams (z. B. die Mitarbeiter eines Projekts) organisiere ich Wochenend- oder Wochentörns, mit und ohne Skipper, sportlich oder entspannt, mit einzelnen Booten oder als Flottille.

Dabei berücksichtige ich Ziele und Team-Zusammensetzung – zum Beispiel:

Und wenn alle oder Teile des Teams nach dem Event noch ein, zwei Tage oder noch länger auf der Insel bleiben wollen, dann stelle ich gern eine landestypische Rundreise zusammen und bringe euch das „echte Sardinien“ näher.

„Schwarzschafig“ Segeln: Programm an Land

Wenn man denn wirklich mal zwei, drei Tage irgendwo fest hängt, ist wichtig, kurzweilige Alternativen an Land zu kennen. Oder jemanden zu fragen, der sie kennt 😉

Das, was die Törnplanung in dem Fall zu etwas Besonderem macht, ist das „schwarzschafige“ Konzept: Ihr segelt nicht an der Insel vorbei, sondern ich verbinde euren Törn mit dem „echten“ Sardinien.

Ich zeige euch die Hirten- und Landeskultur, Kunst oder Handwerk, antike Stätten und last but not least bringe ich Euch zu den Sarden, ein super gastfreundliches Volk, das auch tolle Feste feiert.

Ob Abendessen oder Tagesausflug: Im Hinterland Sardiniens gibt es viele heimelige Plätze
Ob Abendessen oder Tagesausflug: Im Hinterland Sardiniens gibt es viele heimelige Plätze

Nach dem Segeln umfängt euch die sardische Gastfreundschaft. Entweder in voller Dosis, wenn wir vom Hafen direkt zu einem landestypischen Herbstfest in der Inselmitte, der Barbagia fahren. Vielleicht aber auch ganz reduziert und back to the roots – dann findet ihr euch nach einem Segeltörn in einer Schäferhütte wieder, wo ein ortsansässiger Hirte das traditionelle Abendessen vorbereitet hat.

So ist aus manchem Segler ist für ein paar Stunden fast eine Landratte geworden 😉